Zug zur Teilhabe rollt – Regierung muss Weichen für Menschen mit Behinderung stellen

Für den nächsten Informationsabend zum Bundesteilhabegesetz, am Montag den 2. Juni um 19 Uhr, hat das Zentrum selbstbestimmt Leben Gießen e.V. wieder einen Referenten eingeladen. In den Räumen der Arbeitsloseninitiative Gießen e.V., Walltorstraße 17, berichtet Ottmar Miles-Paul aus Kassel über die verschiedenen Vorschläge und wichtigen Strategien, die das Gesetzesvorhaben zum Erfolg zu führen sollen. Miles-Paul ist Koordinator der Kampagne für gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe die von vielen Behindertenverbänden getragen wird.
Selten war die Chance so groß, Menschen mit Behinderungen die umfassende Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft zu ermöglichen: So hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag die Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes als ein wichtiges Ziel ihrer Arbeit festgelegt. Damit verbunden wird derzeit diskutiert, wie die Anrechnung des Einkommens und Vermögens behinderter Menschen und ihrer Angehörigen bei sozialen Leistungen wie der Eingliederungshilfe abgeschafft werden kann. Nur, wenn individuelle Unterstützung unabhängig vom Einkommen – etwa durch ein Bundesteilhabegeld - gewährt wird, lassen sich auch die Türen von den Sonderwelten, in denen behinderte Menschen oft noch leben und arbeiten müssen, endlich für ein Leben und Arbeiten mitten in der Gemeinde aufstoßen.

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