Erster Quartalsbericht zur Beratung: Angemessene Beschäftigung großes Problem

Die Beratung für Menschen mit Behinderung, Angehörige und Interessierte, wurde durch die Projektmitarbeiter Elisabeth Adam und Alexander Busam seit Anfang Februar gewährleistet. Auch ohne eigenes Büro war - durch die Zusammenarbeit mit der Arbeitsloseninitiative Gießen e.V. - eine barrierefreie, persönliche Beratung in zentraler Innenstadtlage möglich. Ratsuchenden steht auch nach wie vor die Möglichkeit offen die Berater über Telefon, das Kontaktformular, per E-mail, Post oder Fax zu kontaktieren.

Die Beratung in Zahlen:
Anzahl der Ratsuchenden: 38 (teilweise mit mehrmaligen Kontakten)
Angehörige: 24%
Betroffene: 76% (in der Mehrzahl körperlich oder mehrfachbehindert)
Frauen: 56%
Männer: 44%
Anfragen kommen aus der Stadt Gießen (58%), dem Landkreis Gießen (17%) und überregional (25%).
Zusätzlich gab es 87 Kontakte zu Institutionen, Behörden und Selbsthilfegruppen.

Die Themenbereiche, die in der Beratung besprochen werden, sind sehr vielfältig und umfassen nahezu alle Lebensbereiche.
Den Beratern fällt aber auf, dass sehr viele Betroffene Probleme haben, eine angemessene Beschäftigung zu finden. Im Zusammenhang mit dieser Problematik und auch grundsätzlich haben sich viele Schwierigkeiten mit Institutionen und Behörden ergeben. Im Interesse des ZsL Gießen e.V. steht die Frage, wie solche Probleme in Zukunft vermieden werden können.

Ausblick:
Hinsichtlich der Tatsache, das das Zentrum im ersten Quartal noch kein eigenes Büro hatte und die Öffentlichkeitsarbeit für die Beratung relativ wenig betrieben wurde, wird ein hoher Bedarf deutlich. Das zeigt sich vor allem in diesem Quartal, denn seit Anfang April ist die Anzahl der Ratsuchenden enorm gestiegen.