Busam zum finanzpolitischen Sprecher von ISL gewählt worden

Die Mitgliederversammlung des Dachverbands aller deutschen Zentren für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung hat Alexander Busam in den Beirat gewählt. Busam wurde als finanzpolitischer Sprecher in den Beirat berufen. Der Geschäftsführer des Gießener Zentrums selbstbestimmt Leben freut sich über die neue aber auch anspruchsvolle Aufgabe. „Milliarden Euros werden in der Behindertenhilfe zu Recht aufgewendet für Menschen mit Behinderung. Meine Aufgabe wird es sein, dabei zu helfen, einen Teil des Geldes für Strukturen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung zu organisieren, auszubauen und zu sichern“. Als erstes werde es jetzt um eine Bestandsaufnahme gehen bezüglich der Frage, wie die deutschen Zentren finanziell aufgestellt sind, welche finanziellen Quellen in welchen Bundesländern und Kommunen vorhanden sind, welche Rolle hier staatliche Förderung einnimmt und dies auch im Bezug zu setzen zur traditionellen Wohlfahrtspflege. Nach der Analyse der aktuellen Lage soll es um pragmatische und mögliche Verbesserungen für die Zentren und für den Dachverband gehen.
Viele Zentren, wie auch das in Gießen, werden nur unzureichend  vom Staat bezuschusst. Dagegen leisten die Zentren als selbstbestimmte Strukturen, wo Menschen mit Behinderung die eigene Beratung, Unterstützungs- und Hilfestrukturen selbst entwickeln und umsetzen, einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Als behinderte Arbeitgeber machen es die Zentren vor, wie Beschäftigung für Menschen mit Behinderung funktionieren kann. Sie leisten vielfach ganz praktische Hilfe beim Wohnen, Arbeiten, in der Schule, im Studium, in der Rente, im Sozialraum wie auch in vielen verschiedenen Gremien. Viele tausende Menschen mit Behinderung konnten durch die Bewegung in den letzten dreißig Jahren beraten werden.
Die anstehende Bundestags- und Landtagswahl soll dabei genutzt werden, einen neuen Schub in die Debatte um die Finanzierung der deutschen Zentren zu bringen. Ziel muss es sein, Beratung und Interessenvertretung in jedem deutschen Zentrum ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese Kernaufgaben überall im Land geleistet  werden kann. Busam ist sich dabei sicher, dass trotz Schuldenbremse und angeblich schlechter finanzieller Ausstattung des Staates die finanziellen Grundlagen für den Schutz von Grund- und Menschenrechten möglich ist.

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